Über die migration von X11 zu Wayland unter Linux

Heute sprechen wir über zwei Display-Server in Linux — X11 und Wayland.

Was ist ein display-server?

Ein Display-Server ist ein Programm, das die Datenein- und -ausgabe zwischen Anwendungen, dem Betriebssystem und der Hardware koordiniert. Er ist eine Schlüsselkomponente jeder grafischen Oberfläche.

X11

X11 ist der Nachfolger des X Window Systems und seit 1984 im Einsatz. Es ist ein Netzwerkprotokoll, das den Nachrichtenaustausch zwischen Anwendungen und dem Display definiert.

X11 gilt jedoch als veraltet. Da es seit über 30 Jahren nicht grundlegend überarbeitet wurde, beeinträchtigt dies die Performance und Sicherheit. In X11 kann beispielsweise jedes Programm als Keylogger fungieren.

Wayland

Wayland ist ein moderner Ersatz für X11. Es ist sicherer und effizienter. In Wayland fungiert der Display-Server als Compositor, der Fenster verwaltet und das endgültige Bild rendert. Wayland verbessert die Sicherheit durch die Isolierung von Anwendungen.

Wayland vs. X11

Trotz der Vorteile ist Wayland noch nicht vollständig stabil. Viele Spiele und Grafik-Apps verlassen sich weiterhin auf X11. Auch NVIDIA-Treiber bieten oft nur unvollständigen Support.

Bisher funktionierte StaffCounter für Linux nur mit X11 vollumfänglich. Da neue Distributionen (Ubuntu, Debian, Red Hat) standardmäßig auf Wayland umgestellt haben, mussten Nutzer oft zu X11 zurückkehren.

StaffCounter und Wayland

Unsere Entwickler haben eine Version veröffentlicht, die in beiden Umgebungen läuft. Unter Wayland gibt es jedoch Einschränkungen:

  • Keine Screenshots
  • Kein Tracking von Webadressen

Verfügbare Funktionen: Namen laufender Programme, Fenstertitel und Keylogging (mehrsprachig). Um Screenshots zu erhalten, können Sie Wayland deaktivieren und zu X11 zurückkehren.